Val Calanca

Das Calancatal liegt im Kanton Graubünden und ist auf jeder Karte leicht zu finden. Die insgesamt sieben Bouldersektoren liegen zwischen den Ortschaften Castaneda und Rossa. Es lohnt sich auf jeden Fall, diesen schönen Ort zu besuchen. Weiter unten auf dieser Seite findet ihr einen Text aus dem Boulderfürer „Bouldering in Val Calanca“ , der bestimmt so manchen für einen Trip ins Calancatal begeistern kann. Und bei solch einem Unterfangen darf natürlich ein nützlicher Wegbegleiter nicht fehlen – wir können „Bouldering in Val Calanca“ nur empfehlen!

Text aus dem Buch: Bouldering in Val Calanca

Bouldern im Calancatal heisst nicht nur schwierige Passagen meistern und sportliche Leistungen vollbringen, sondern auch in eine wilde Natur eintauchen, die sich ihr Revier langsam zurück erobert. Als vor knapp zehn Jahren die ersten Boulder entdeckt wurden, hätte niemand geglaubt das sich am Ende derart viele Sektoren und gegen 1000 Routen finden liessen. Das besondere daran: Die Sektoren – zwischen 600 und 2300 Meter gelegen – haben alle ihren eigenen Charakter.

Typisch für Calanca Boulder sind die zwei höher gelegenen Gebiete, wo man in mitten einer intakten Natur fernab von Strassen und Seilbahnen klettern kann – umgeben von einer Stille, die bloss gelegentlich vom Zwitschern der Vögel und vom pfeifen des Windes unterbrochen wird.



Um das friedliche Miteinander von Anwohner, Gemeindebehörden und Kletterern zu gewährleisten, sollten folgende Regeln beachtet werden:

Parkieren nur auf den angegebenen Parkplätzen (und nicht auf Wiesen, Strassenrändern usw.)

Das Entfachen von Feuer im freien ist strengstens verboten.

Das campieren ist in allen Bouldersektoren untersagt.

Hunde an die Leine nehmen.

Lasst keinen Abfall liegen (Zigarettenstummel, Tape, Flaschen, Plastiktüten…)! Packt alles ein und entsorgt es zu Hause.

Nehmt Rücksicht auf die Einwohner des Calancatals, vermeidet Lärm und Geschrei!

Bitte nehmt diese Regeln wirklich ernst – nur so lassen sich Ärger und Spannungen vermeiden, die zur Sperrung der Bouldergebiete führen Könnten.

Geologie des Calancatals

Hier ein kleiner Abstecher in die Geologie des Calancatals – für all jene, die gerne etwas über die Entstehung der Kletterfelsen wissen möchten.

Vor rund 250 Millionen Jahren befand sich die Erde in einer Besonderen umbruchfase. Durch die Absenkung tektonischer Platten gelangen neue Steine an die Erdoberfläche. Gewaltige Druckunterschiede führten zur Hebung unserer Berge von Gesteinen wie Granit und Gneis, kompakt geschichtete Felsen.

Unsere Boulderfelsen stammen ursprünglich von der Adula- (Rheinwaldhorn-) und der Simanodecke. Die massiven Granitblöcke wurden von den Gletschern die weit ins Tal hinab transportiert. Der klimabedingte Gletscherrückgang führte dazu, dass sich diese Felsen nun inmitten eines geologischen völlig andersartigen Umfeld befinden. Deshalb werden sie auch Findlinge genannt.

Ab und zu treffen wir auch auf rötliche oder bläulich gefärbten Gneiss. Dieser Calancagneiss (fälschlicherweise als Granit bezeichnet) ist sehr beliebt, da er etwas heller ist als etwa der bläuliche (Beola) Gneiss aus dem Maggiatal.